Coupons für den Arztbesuch

- Kostenlose Arztbesuche für Teppicharbeiter
In den Dörfern um Bhadohi im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, fehlt es den Teppicharbeiterinnen und -arbeitern an medizinischer Versorgung. Sechs Teppichproduzenten haben sich bereit erklärt, gemeinsam mit Label STEP für die Arztbesuche der Arbeiter aufzukommen. Nun soll das Projekt um die Aspekte Sicherheit am Arbeitsplatz und Sensibilisierung der Arbeiterinnen und Arbeiter für Unfall und Verletzungsgefahren erweitert werden – denn Vorsorgen ist noch besser als Heilen!
Für die Teppichknüpferinnen und andere Arbeiter der Teppichbranche aus den Dörfern um Bhadohi sind Arztbesuche umständlich und teuer. Sechs Produzenten aus der Region haben sich gemeinsam mit Label STEP daran gemacht, dies zu ändern: Seit Anfang 2008 können die Knüpfer und Arbeiterinnen bei ihren Arbeitgebern Coupons für Arztbesuche einfordern und kommen so kostenlos zur ärztlichen Behandlung. Der Gesundheitsfonds, den die Produzenten gemeinsam mit Label STEP gegründet haben, übernimmt die Kosten.
Teppichproduzenten engagieren sich
Für alle Projekte von Label STEP ist die Beteiligung lokaler Strukturen zentral, denn sie gewährleistet die Wirksamkeit des Projektes vor Ort. In diesem Fall finanzieren die Teppichproduzenten 50% der Kosten für die Arztbesuche selbst. Den Rest steuert Label STEP bei. Das Interesse seitens der Produzenten am Wohlbefinden der Knüpferinnen und Arbeiter wirkt sich auch positiv auf den Arbeitsalltag und die Arbeitsmoral in den Produktionen aus.
Das Coupon-System hat sich bewährt: Es haben hunderte Konsultationen stattgefunden, die mit Coupons bezahlt wurden. Sogar vier Operationen konnten aus dem Fonds finanziert werden.
Label STEP hat deshalb entschieden, das erfolgreiche Projekt weiterzuführen und die Finanzierung bis Ende 2012 bereitzustellen. Zudem wird eine sinnvolle Erweiterung des Projektes eingeführt: Neu hinzukommen soll eine Komponente unter dem Motto „Vorsorgen ist besser als Heilen“. Dabei werden erstens Massnahmen unterstützt, die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz verbessern, etwa die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser. Zweitens werden den Knüpferinnen und Knüpfern Schulungen zu den Themen Arbeitsergonomie, Unfallverhütung und Gesundheitsvorkehrungen angeboten.
