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STEP & faire Teppichhändler

STEP steht für gute Arbeits- und Lebensbedingungen, gerechte Löhne, das Verbot von Kinderarbeit und umweltfreundliche Herstellung von handgefertigten Teppichen. Das Label zeichnet Händler aus, die sich mit ihrem gesamten Sortiment zum fairen Handel bekennen.

Unabhängige Inspektoren überprüfen die Einhaltung der Fair Trade Standards und veranlassen Verbesserungsmaßnahmen. Dazu betreibt STEP in allen wichtigen Herstellungsländern Niederlassungen mit lokalen Angestellten.

STEP wurde 1995 in der Schweiz gegründet. Als gemeinnütziger Verein verfolgt das Label keine kommerziellen Ziele sondern setzt sich für das Wohl der Knüpferinnen und Arbeiter und für eine nachhaltige Teppichindustrie ein.

Teppiche & wirtschaftliche Entwicklung

Teppiche werden seit Jahrtausenden von Hand geknüpft. Sie sind ein wichtiges Kulturgut und bilden die Existenzgrundlage für Millionen von Menschen. In wirtschaftlich benachteiligten, oft ländlichen Regionen ist das Knüpfen gerade für Frauen eine der seltenen Erwerbsmöglichkeiten. Viele Beschäftigte in der Teppichindustrie stammen aus den ärmsten Bevölkerungsschichten und haben kaum Zugang zu Bildung.

Die Teppichherstellung ist eine informelle Industrie. Geknüpft wird in Heimarbeit oder kleinen Ateliers und Manufakturen. Schriftliche Arbeitsverträge, Sozialleistungen und arbeitsrechtliche Normen existieren kaum. Die Lieferketten sind kompliziert und von zahlreichen Zwischenhändlern und Kleinstunternehmen geprägt.

Die Fair Trade Standards von STEP schützen die Knüpferinnen und Arbeiter. Sie sorgen in einem schwierigen Umfeld für gerechte Bedingungen und machen aus der Teppichindustrie ein wirkungsvolles Instrument der wirtschaftlichen Entwicklung.

STEP & nachhaltige Teppichindustrie

Die Hauptaufgabe von STEP ist die Kontrolle der Herstellungsbetriebe und die kontinuierliche Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen in den Lieferketten der STEP-zertifizierten Händler. 

STEP engagiert sich zudem für Nachhaltigkeit der gesamten Teppichbranche einer Region oder eines Landes. Hier sucht STEP die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen oder staatlichen organisierten Projekten.

 

Die Themen sind breit gefächert: Knüpferinnen werden ausgebildet und gefördert, so dass sie ihre Situation aus eigener Kraft verbessern können. Produzentenverbände werden ermutigt, Normen für bessere Arbeitsbedingungen einzuführen. Umweltschutzprojekte werden unterstützt. Bei Behörden und Regierungen lobbyiert STEP für bessere Rahmenbedingungen und mehr Zugang zu Förderprogrammen und Sozialleistungen.